Floorball: 20 Tore! Herren-Offensive weiterhin wie im Rausch

Foto: I. Furch
Die SSF Dragons Bonn haben im Heimspiel gegen Hannover 96 einen 20:4-Kantersieg eingefahren und geben sich damit im Rennen um die Playoffplätze in der 2. Floorball-Bundesliga keine Blöße.

Er ist für seine Schnelligkeit bekannt – am Samstag entwischte Kai Willems nach nur drei Minuten den Verteidigern und eröffnete mit seinem Treffer das Toreschießen im Sportpark Nord. 19 weitere Tore sollten folgen, die Gäste waren mit der offensiven Übermacht Bonns haltlos überfordert. Johannes Weh betonte nach dem Schützenfest: „Wir hatten das klare Ziel vor Augen, mit einem deutlichen Ergebnis ein Ausrufezeichen für die Liga und den weiteren Saisonverlauf zu setzen und wussten, dass wir das nur mit vollem Einsatz und höchster Konzentration erreichen können.“

Hannover ohne Mittel gegen Offensiv-Gewalt
Das erste Saisontor von Verteidiger Niklas Merdian, ein Treffer von Lukas Lüke und jeweils zwei Tore von Florian Weißkirchen und Safak Temel brachten die Dragons nach dem ersten Drittel mit 7:0 in Führung. Hannover hatte kein Mittel gegen die abgezockten Offensivkombinationen der Gastgeber, die die Favoritenrolle mit der nötigen Konzentration annahmen.
Noch schneller als im ersten Abschnitt ging es im Mitteldrittel zu: Nur 14 Sekunden brauchte Florian Weißkirchen, um den Ball hinter dem trotz der vielen Gegentore wirklich stark haltenden 96-Torhüter Henrik Wolf zu versenken. Weißkirchen traf ein weiteres Mal, zudem baute Safak Temel seine überragende Bilanz mit drei weiteren Toren aus. Zudem netzte der tschechische Stürmer Jan Kolisko zwei Mal ein, auch Johan Gallwitz durfte sich über ein Tor freuen. Die Dragons vernachlässigten die Defensive etwas, wodurch Hannover zu drei Treffern kam.

Grünewald beschenkt sich zum Geburtstag
Zu Beginn des Schlussdrittels machte sich Geburtstagskind Lucas Grünewald selber ein Geschenk und erhöhte auf 16:3. Ein Treffer von Weißkirchen und drei von Youngster Temel später stand die 20 auf der Anzeigetafel. Laut Verteidiger-Ass Weh war der Kantersieg ein echtes Statement: „Der Sieg vom Samstag - in seiner Höhe absolut verdient und dem Spielverlauf entsprechend - dient auch als Kampfansage an die momentan in der Tabelle noch vor uns liegenden Mannschaften.
 
Lieblingsbayer Weh wieder am Start.
Weh selbst stand gegen Hannover zum ersten Mal seit dem 13. Oktober auf der Platte, es war sein Comeback nach einer gut einmonatigen Zwangspause. Der 22-Jährige hatte sich am vierten Spieltag gegen Bremen eine Knöchelverletzung zugezogen und war deshalb nicht ganz zufrieden mit den letzten Wochen: „Meinen eigenen Saisonstart hatte ich mir ehrlich gesagt natürlich anders vorgestellt. Zuerst hatte ich nach meinem Auslandsjahr einiges an Training aufzuholen, dann direkt die Verletzung im Spiel gegen Bremen. Umso glücklicher war ich über meinen Einsatz gegen Hannover.“
 
Johan Gallwitz

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